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Die Vaterlosen

ein Film von Marie Kreutzer

DRAMA | 2011 | Österreich | 105 min | deutsch | 35mm | 1:2,35

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Mit dieser Schwester haben die Geschwister nicht gerechnet: Geboren in einer alternativen Wohngemeinschaft, treffen sie Kyra nach über zwanzig Jahren anlässlich des Todes ihres gemeinsamen Vaters wieder. Eine ihnen nahezu unbekannte Kyra, die nach Auflösung der Hippiekommune plötzlich verschwand. Als Kyra erfährt, dass ihre Existenz verschwiegen wurde, beginnt sie alten Geheimnissen nachzuspüren. Und die Geschwister graben gemeinsam zu den Wurzeln ihrer Kindheit.
Marie Kreutzer erzählt in ihrem Debütfilm eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit, über Zugehörigkeit und Einsamkeit, Bindung und Freiheit.
Besetzung: Andreas Kiendl, Andrea Wenzl, Emily Cox, Philipp Hochmair, Marion Mitterhammer, Sami Loris, Pia Hierzegger, Johannes Krisch

Regie: Marie KreutzerDrehbuch: Marie KreutzerKamera: Leena KoppeSchnitt: Ulrike KoflerMusik: David HebenstreitTon: Odo GrötschnigAusstattung: Martin ReiterKostüme: Veronika AlbertProduktionsleitung: Gottlieb PallendorfHerstellungsleitung: Johanna Scherz
Produktion: Franz Novotny, Alexander Glehr, Ursula Wolschlager, Robert Buchschwenter, Gabriele Kranzelbinder
Förderungen: Österreichisches Filminstitut, ORF Film-/Fernsehabkommen, Filmfonds Wien, Cinestyria Filmkunst
Verleih: THIMFILM
Ein großes, halbverfallenes Haus auf dem Lande. Hans (Johannes Krisch), der von seiner deutlich jüngeren Lebensgefährtin (Marion Mitterhammer) gepflegt wird, liegt im Sterben. Sein Sohn Niki (Philipp Hochmair), der mittlerweile als Mediziner in München lebt, kommt gerade noch rechtzeitig ans Sterbebett. Aber er bekommt nicht, was er sich von Hans erhofft hat: eine späte Bekundung von Anerkennung und Liebe.
Kurz nachdem Hans gestorben ist, treffen weitere seiner mittlerweile erwachsenen Kinder ein: der extrovertierte und im Leben orientierungslose Idealist Vito (Andreas Kiendl), die viel jüngere, durch eine neurophysische Störung beeinträchtigte Mizzi (Emily Cox). – und eine, mit der niemand gerechnet hat: Kyra, Hans’ Tochter aus der Blütezeit der alternativen Wohn-, Lebens- und Liebesgemeinschaft. Niki und Vito haben sie nicht mehr gesehen, seitdem sich die „Hippies mit Gemüsebeet“, wie die zweite Generation die Lebensform der Eltern gerne nennt, vor 23 Jahren im Streit getrennt haben und die Wohngemeinschaft zerfallen ist. Die damals achtjährige Kyra wurde kurz nach der Geburt von Mizzi, der gemeinsamen Tochter von Hans und Anna, samt ihrer lästig gewordenen Mutter vor die Tür gesetzt. Und jetzt erfährt Kyra, dass ihre Existenz der damals neugeborenen Halbschwester bis heute verschwiegen wurde.
Da sie vom toten Vater keine Antworten mehr zu erwarten hat – unter anderem auf die Frage, warum er auf keinen ihrer zahlreichen Briefe je reagiert hatte –, will sie so schnell wie möglich weg von diesem Ort der Verleugnung und Abweisung. Was sie schließlich einwilligen lässt, bis zur Beerdigung zu bleiben, ist die Neugier am lebendigen Teil der Vergangenheit: an der unbekannten kleinen Schwester und den lang vermissten Brüdern.
Besonders die Wiederbegegnung mit Niki weckt Gefühle einer inneren Verbundenheit, welche mit dem Ende der sorglos erlebten Geschwisterbeziehung abrupt unterbrochen worden war. Doch die behutsam zärtliche Annäherung zwischen den beiden ist überschattet von einer unausgesprochenen Schuld Nikis an Kyras Rauswurf. Und von einem Geheimnis, das den Zerfall der Gemeinschaft damals begleitet hat und über das sich die Geschwister aus unterschiedlichen nebulösen Gründen in Schweigen hüllen.
Die kollektive Weigerung, über Kyras Streichung aus der gemeinsamen Erinnerung zu sprechen, stachelt schließlich Mizzi dazu an, deren Spuren in der Familiengeschichte zu suchen. Ihre Fragen bringen Unruhe in das filigrane Gruppengefüge und setzen Erinnerungen frei: Die subjektiven Bilder ihrer gemeinsamen Kindheit erzählen von Wildheit und Freiheit auf der einen, von der Suche nach Geborgenheit und der Ambivalenz der Geschwisterbindungen auf der anderen Seite. Schichtweise legen sie ein verhängnisvolles Ereignis frei, das kurz nach Mizzis Geburt stattfand und traumatisch in den Geschwistern nachwirkt.
Auf zwei Zeitebenen erzählt, entwirft DIE VATERLOSEN das Bild einer zerfaserten Familienstruktur und kreist um die Frage, wie Zugehörigkeit zu definieren ist, wenn Familie kein festgeschriebener Begriff ist; um das Hin- und Hergerissensein zwischen Nähe und Distanz, Verbindlichkeit und Loslösung.


Mit dieser Schwester haben die Geschwister nicht gerechnet: Geboren in einer alternativen Wohngemeinschaft, treffen sie Kyra nach über zwanzig Jahren anlässlich des Todes ihres gemeinsamen Vaters wieder. Eine ihnen nahezu unbekannte Kyra, die nach Auflösung der Hippiekommune plötzlich verschwand. Als Kyra erfährt, dass ihre Existenz verschwiegen wurde, beginnt sie alten Geheimnissen nachzuspüren. Und die Geschwister graben gemeinsam zu den Wurzeln ihrer Kindheit.
Marie Kreutzer erzählt in ihrem Debütfilm eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit, über Zugehörigkeit und Einsamkeit, Bindung und Freiheit.

Festivals:
61st Berlin International Film Festival - Panorama (Germany) 10.02.2011 - 20.02.2011



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Marie Kreutzer

1977 in Graz geboren, lebt und arbeitet in Wien


Biographie


Matura an der AHS Modellschule Graz einer Alternativschule mit künstlerischem Schwerpunkt
Studium Buch & Dramaturgie an der Filmakademie Wien bei Prof. Walter Wippersberg; Abschluss mit Diplomarbeit zum Thema „Dramaturgie des Kurzspielfilms“ mit Auszeichnung
Tätigkeit als Script & Continuity bei einigen Kino- und TV-Produktionen

2003-2007 Gestalterin bei der „Sendung ohne Namen“ (ORF/Neue Sentimental Film) 2005 Cine-Styria-Stipendium für das Drehbuch „Die Vaterlosen“

seit 2007 Vorstandsmitglied im Drehbuchverband und Drehbuchforum Austria

seit 2008 Mitglied des Beirats für Stoffentwicklung im Österreichischen Filminstitut.


Filmographie (Buch & Regie)


2011    „Die Vaterlosen“, Spielfilm, 105 Minuten
2009    „Ingrid“, Kurzspielfilm, 12 min
2008    „Punsch noël“ Kurzfilm, 10 min Diagonale 08, Vienna Independent Shorts
2007    „Weihnachtsdienst“ Dokumentarfilm, 25 min „Kreuz & Quer“/ORF, Metafilm
2006    „White Box“ Spielfilm, 27 min nach einer Erzählung von Siri Hustvedt; Diagonale 07: Thomas-Pluch-Drehbuchförderpreis; Premiers Plans Angers 08
2005    „7 Todsünden/Trägheit“ Dokumentarfilm, 25 min „Kreuz & Quer“/ORF, Metafilm
2002    „un peu beaucoup“ Spielfilm, 34 min Diagonale 03, zahlreiche internationale Festivalteilnahmen, 3. Preisder short cuts cologne 03, arte, 3sat
2000    „Cappy leit“ Spielfilm, 17min Diagonale 01, zahlreiche internationale Festivalteilnahmen, 1. Preis des Jugendfilmwettbewerbs der Kurzfilmtage Oberhausen 0, 1. Preis des Drehbuchwettbewerbs der StudentInnen der Filmakademie Wien, ORF-Kunststücke, arte, 3sat

Arbeiten als Drehbuchautorin (Auswahl)


„Das Fräulein“ (Kinofilm, CH/D 2006, Regie: Andrea Staka; Goldener Leopard für den besten Wettbewerbsfilm, Locarno 2006; Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bestes Drehbuch), Mitarbeit am Drehbuch

„DOOF“ (Kinofilm, D 2009, Regie: Ulrike Kofler), Drehbuch

„CURE“ (Kinofilm, Projektentwicklung, Regie: Andrea Staka) Drehbuch






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